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Weichenstellung in Mosambik

Inspektionsreise zum Sozialprojekt: BFV-Delegation um Rainer Koch zu Gast in Ostafrika

Bestandsaufnahme und wichtige Weichenstellung in Mosambik: BFV-Präsident und Stiftungsratsvorsitzender Rainer Koch, der bei seiner Reise nach Ostafrika von Daniela Hubrig, Geschäftsführerin der BFV-Sozialstiftung, und Stiftungsratsmitglied Barbara Beer begleitet wurde, hatte bei seinem Besuch in der mosambikanischen Hauptstadt Maputo ein volles Programm. In Mosambik unterstützt der Bayerische Fußball-Verband (BFV) bereits seit 2005 im Rahmen seiner Kooperation mit dem Mosambikanischen Fußballverband (FMF) den lokalen Verein "Associação Desportiva de Albazine" (ADA). Unter anderem sind im Rahmen des Sozialprojekts 2010 in Albazine ein Fußballplatz inklusive Büro-, Lager- und Kabinengebäude entstanden. Dazu kommt seit vielen Jahren die Förderung und Weiterentwicklung von örtlichen Bildungseinrichtungen.

„Fußball verbindet die Menschen weltweit und ich persönlich finde es sehr wichtig, dass wir uns nicht nur um bestmögliche Bedingungen für den Fußball in Bayern und Deutschland kümmern, sondern mit einem kleinen Teil unserer Zeit und unseres Engagements mithelfen, den Fußball auch in ärmeren Regionen der Welt voranzubringen“, sagt Rainer Koch über das soziale Engagement der BFV-Sozialstiftung in Mosambik.

Pinto Barros neuer Vor-Ort-Koordinator

Direkt nach Ankunft traf sich die Delegation mit Patrizia Bitter und Pinto Barros von der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Die GIZ ist seit vielen Jahren im Rahmen der weltweiten Sektorvorhaben „Sport für Entwicklung“ des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und des Bundeministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ein engagierter Partner des BFV. Zwar verabschiedet sich Bitter Mitte des Jahres in den Ruhestand, die Kooperation hat aber dennoch weiter Bestand: Pinto Barros, früherer mosambikanischer Nationalspieler, wurde als Vor-Ort-Koordinator der Sozialprojekte in Mosambik für die BFV-Sozialstiftung verpflichtet. Die offizielle Vertragsunterzeichnung im Namen des Stiftungsvorstandes stand unter anderem im Mittelpunkt der Inspektionsreise. Zu Pinto Barros‘ Aufgaben zählen künftig beispielsweise der noch intensivere Austausch zwischen dem Sozialprojekt in Mosambik und der BFV-Sozialstiftung, der weitere Aufbau der Sozialen und Vereins-Infrastruktur, die Unterstützung des ehrenamtlichen ADA-Vorstandes, die engere Verzahnung zwischen Verein und den drei Grundschulen, die Fort- und Weiterbildung der Fußballtrainer und Sportlehrer sowie die Koordination der Jugendmannschaften. Im Anschluss fand ein zweistündiger Austausch mit den Direktoren der drei seit über zehn Jahren mit dem BFV und der BFV-Sozialstiftung partnerschaftlich verbundenen Schulen rund um den Sportplatz im Stadtteil Albazine statt.

Am nächsten Tag besuchten Koch, Hubrig und Beer die von der BFV-Sozialstiftung seit über zehn Jahren unterstützten Schulen EPC Albazine und EPC 9 de Agosto. Im vergangenen Jahr weihte Koch im Rahmen einer Stippvisite die in Gedenken an den im Oktober 2015 überraschend verstorbenen BFV-Vizepräsidenten Horst Winkler errichtete Bibliothek offiziell ein. Die Delegation konnte sich dabei davon überzeugen, dass die Bibliothek nicht nur zum Lernen und Lesen genutzt wird, sondern in den Räumlichkeiten auch gemalt und gebastelt wird. Auch die im Jahr 2015 durch Mittel der BFV-Sozialstiftung reparierte Wasserpumpe funktioniert nach wie vor einwandfrei. Bis dahin waren die 6000 Schülerinnen und Schüler der EPC Albazine ohne eigenes Wasser.

Einweihung eines Mehrzweckplatzes

Direkt im Anschluss fand die offizielle Einweihung eines neuen Mehrzweckplatzes bei der EPC 9 de Agosto statt, der ebenfalls mit Mitteln der BFV-Sozialstiftung gebaut wurde – eine wesentliche Verbesserung der Situation, war zuvor Sport für die Schulkinder doch nur auf Sandflächen im Schulhof möglich. Allerdings identifizierten Koch und Beer bei der Bodenfläche des Platzes auch einige Mängel, die aber schon bald beseitigt sein sollten – darauf wurde in Gesprächen mit Schulleitung und Deutsch-Mosambikanischer Gesellschaft hingewirkt. Parallel dazu führten Sascha Bauer und Matthias Doherr von der gemeinnützigen Organisation Football for Worldwide Unity e.V. (FFWU) zusammen mit den Sportlehrern den Sportunterricht durch.

Nachmittags besuchte die BFV-Delegation zusammen mit den Mitarbeitern von FFWU den Sportplatz und das Vereinsheim des Klubs ADA. Dort wurde nicht nur trainiert, sondern auch Fußbälle aus Plastikabfällen und Stoffresten gebastelt – die einzige Möglichkeit für viele Kinder in Mosambik, die aufgrund der schwierigen finanziellen Situation oftmals barfuß und ohne richtigen Fußball spielen müssen. Passend dazu überreichte Koch den Vereinsverantwortlichen diverse Trainingsmaterialien von BFV und DFB.

„Festa de Futebol“ an der EPC Acordos de Roma

Tags darauf ging es zur dritten von der BFV-Sozialstiftung unterstützten Schule EPC Acordos de Roma. Wie an der EPC 9 de Agosto wurde auch hier mit Stiftungsmitteln ein Multifunktionssportplatz erbaut. Zur offiziellen Einweihung organisierten die Verantwortlichen von FFWU zusammen mit den Sportlehrern und ADA-Trainern das beliebte Fußballfest „Festa de Futebol“. Die große Freude der Schulkinder am neuen Sportplatz zeigte die sinnvolle Investition der Stiftungsmittel eindrucksvoll.

Im Rahmen der Reise stand natürlich auch ein Besuch des Mosambikanischen Fußballverbandes auf dem Programm. Präsident Alberto Simango Júnior empfing die BFV-Delegation gemeinsam mit Generalsekretär Felipe Johane und den Vorstandsmitgliedern António Matonse und António Caetano de Sousa in der Zentrale in Maputo. Dabei war einmal mehr die Projektidee zur Weiterentwicklung des Frauen- und Mädchenfußballs in Mosambik Thema. Beim gemeinsamen Gespräch wurde zudem über die Kooperation zwischen FMF und BFV diskutiert sowie bekräftigt, in Zukunft wieder enger zusammenarbeiten zu wollen.

Besuch in der deutschen Botschaft in Maputo

„Mosambik ist geografisch in einer schwierigen Lage, weil es ein so langgestrecktes Land ist. Deshalb ist es für den Fußballverband, der nur über sehr bescheidene finanzielle Möglichkeiten verfügt, sehr schwierig, nationale Teams zu etablieren. Deswegen ergibt es Sinn, erst einmal in der Hauptstadt Maputo, in der mehrere Millionen Menschen zuhause sind, die Grundlage zu schaffen, um Mädchenmannschaften aufstellen zu können. Eine Idee ist, gemeinsam mit dem örtlichen Verein ein ganz konkretes Projekt für Mädchenförderung zu schaffen“, erklärte Koch den Grundgedanken. Pinto Barros, der neue Mitarbeiter der Stiftung, wird hier künftig seine Ideen verstärkt einbringen.

Zum Abschluss der Reise stand noch ein Besuch in der Deutschen Botschaft in Maputo auf dem Programm. Botschafter Dr. Detlef Wolter hatte Rainer Koch, Barbara Beer und Daniela Hubrig eingeladen. Neben dem Austausch zu möglichen Unterstützungen für die durch die Naturkatastrophen „Idai“ und „Kenneth“ stark betroffenen Regionen, stellte Rainer Koch Dr. Detlef Wolter, der seit Oktober 2016 im Amt ist, das BFV-Sozialprojekt in Mosambik vor. Der Botschafter war vom Projekt begeistert und sicherte zu, dieses in Kürze selbst zu besuchen.

Eine mehr als wichtige Reise für die BFV-Delegation um BFV-Präsident Rainer Koch. In zahlreichen Gesprächen mit dem ADA-Vorstand, den Fußballtrainern, den Schuldirektoren, der GIZ, dem Deutschen Botschafter, dem Mosambikanischen Fußball-Verband und den Vertretern der Organisation Football for Worldwide Unity e.V. wurden Ideen und Konzepte entwickelt, um die aufgebauten Strukturen vor Ort nachhaltig weiterzuentwickeln. In den kommenden Wochen und Monaten gilt es nun, diese umzusetzen.