Im Rahmen des Münchner Nationen Cup übergab die BFV-Sozialstiftung zusammen mit zwei weiteren Sponsoren einen Spendenscheck über 3.000 Euro an Michael Hotz, Schulleiter des Münchner Wilhelmsgymnasiums, für das Schulprojekt "Youth Connect". Der Kerngedanke des Projektes ist, den Flüchtlignen die bayerische Heimat näher zu bringen und mit ihnen Fußball zu spielen. Dazu ist ein Soccer-Court geplant, der aus Spenden finanziert wrid.
Zum Turnierverlauf selbst:
Die Premiere ist geglückt und mit dem "Münchner Nationen Cup" haben die beiden Initiatoren, Ex-Profi Jimmy Hartwig und BFV-Kreisvorsitzender Bernhard Slawinski, den Nerv getroffen. Ein Turnier das bunter kaum sein könnte und den Gedanken der Integration und der Völkerverständigung auf den Punkt bringt. 20 Vereinsmannschaften, vier Promiteams - allesamt bestehend aus 50 Prozent Vereinsspieler bzw. Promis wie BR-Sportmoderator Markus Othmer oder Kult-Regisseur Markus H. Rosenmüller und 50 Prozent Geflüchtete, die derzeit in einer der Münchner Flüchtlingsunterkünfte untergebracht sind.
"Es haben sich wunderbare Szenen abgespielt. Es waren wundervolle Turnierspiele, aber vor allem hat die menschliche Komponente bei allen gestimmt. Alle waren mit Begeisterung dabei, gingen offenherzig aufeinander zu und waren im Fußball vereint. Heute sind neue Freundschaften entstanden, die es ohne diesen Tag nie gegeben hätte. Ich bin sehr glücklich über die gelungene Premiere", erklärte Bernhard Slawinski nach dem Turnier. Und auch Jimmy Hartwig musste sich zwischenzeitlich auf der Tribüne die Freudentränen aus den Augen wischen. Die Szenen aus München-Freimann konnten sogar im TV verfolgt werden. Sky Sport News HD war von dem Fußballevent begeistert und schickte kurzfristig ein Kamerateam vorbei.
Beim Münchner Nationen Cup ermittelten zunächst in getrennten Turnieren die 20 Vereinsmannschaften und die vier Promi-Mannschaften ihren Sieger, danach kam es zum großen Finale der beiden Siegerteams - SC Baldham-Vaterstetten und das Team des Bayerischen Rundfunks. Die Vereinskicker hatten das bessere Ende für sich - allerdings spielte das an diesem Tag kaum eine Rolle.
"Der Gedanke war, Menschen zusammenzubringen und zu zeigen, wie einfach das sein kann. Es ist wunderbar, dass zum Beispiel Vereine wie die Münchner Kickers, die bisher noch keinen Kontakt zu Geflüchteten hatten, jetzt für dieses Thema offen sind und angekündigt haben, mehrere Flüchtlinge, die heute mitgespielt haben, in ihrem Verein und in ihre Mittel aufzunehmen", so Slawinski.
Nach sieben Stunden Fußball, Hitze, dem Rahmenprogramm unter anderem mit Chris Böttcher, der sein Lied "Dieses Land" präsentierte, und einem großen Miteinander war das einhellige Urteil aller Beteiligten: Bitte unbedingt im nächsten wiederholen! Mehr Lob kann es für die beiden Initiatoren kaum geben.
(Foto: Manuela Slawinski)