Adila Kocan ist gerührt. Seit ihr Mann Elvir im Sommer nach einem tragischen Badeunfall querschnittsgelähmt ist und nun auf Reha für die Rückkehr in den Alltag kämpft, herrscht in Poing und Umgebung eine große Welle der Hilfsbereitschaft. Am Mittwochabend erhielt sie im Wirtshaus "Zur Poinger Einkehr" zwei große symbolische Schecks als Unterstützung für den Alltag und die Zeit, wenn Elvir Kocan wieder zuhause ist.
Rainer Koch: "Für derartige Fälle ist die BFV-Sozialstiftung gedacht"
Rainer Koch, Präsident des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV), hat am Mittwochabend 2.000 Euro mitgebracht. "Das Geld stammt aus der BFV-Sozialstiftung und ist unter anderem für derartige Fälle gedacht", sagt Koch, der über die Medien von dem tragischen Schicksal erfahren hatte. Jedes Jahr fließt bei Entscheidungsspielen in allen Amateurklassen des Bayerischen Fußball-Verbandes, bei denen es um Auf- und Abstieg geht, ein "Sozial-Euro" des Eintrittspreises in den Spendentopf. "In diesem Jahr sind so rund 230 000 Euro zusammengekommen", berichtet Koch. Das Geld spendet die BFV-Sozialstiftung unter dem Motto "Fußballer helfen Fußballern" Menschen wie der Familie Kocan. Ein Teil geht auch an die Auslandsprojekte des BFV, wie beispielsweise das in Mosambik.
Familie Kocan ist überwältigt von der Welle der Hilfsbereitschaft
Der zweite Scheck an diesem Mittwochabend stammt vom Förderverein Jugendfußball des TSV Poing. Steffen Rieger hatte im Herbst eine Benefiz-Tombola organisiert und ein Spendenkonto eingerichtet. Hier ist eine beachtliche Summe zustande gekommen, die Rieger zusammen mit dem TSV-Vorsitzenden Robert Rieger überreichte. Schon kurz nach dem Unfall hatte TSV-Jugendleiter Ludwig Auer versprochen: "Wir lassen die Familie nicht allein." Adila Kocan erzählt, dass Mit-Patienten ihres Mannes und deren Angehörige positiv überrascht seien über das große soziale Engagement in ihrer Heimatgemeinde. "Ich kann mich nur bedanken für die Unterstützung."