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BFV-Sozialstiftung unterstützt Flüchtlingsarbeit beim FC Kronach

Nagelneue Fußballschuhe für Flüchtlinge überreichte Kreisspielleiter Egon Grünbeck an den FC Kronach.

Der FC Kronach unterstützt seit einiger Zeit rund ein Dutzend junger Flüchtlinge, die hier mittrainieren. Nicht so einfach ist es, eine Spielgenehmigung für den regulären Spielbetrieb zu bekommen. Nach Unterstützung mit Sachspenden durch eigene Spieler, Vereinsmitglieder und Freunde sowie finanzieller Unterstützung durch den Lions-Club Kronach überreichte nun Kreisspielleiter Egon Grünbeck von der BFV-Sozialstiftung spendierte Fußballschuhe und einen zweckgebundenen Scheck über 500 Euro von der Egidius-Braun-Stiftung.

Aus der Aktion "1:0 für ein Willkommen" der DFB-Stiftung "Egidius Braun" - Unterstützung für Flüchtlinge (Landesverband Bayern) wurden für die Integrationsarbeit des FCK 500 Euro bewilligt. In diesen Mitteln sind auch Fördergelder des Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration enthalten.

Die BFV-Sozialstiftung spendierte eine große Kiste mit nagelneuen Fußballschuhen. Gerade für Flüchtlinge mit besonders großen oder kleinen Füßen war es schwierig, bei den Spendenaktionen Fußballschuhe in der richtigen Größe zu bekommen. "Etliche fußballbegeisterte junge Flüchtlinge hatten natürlich weder Sportkleidung noch Fußballschuhe", erläuterte der sportliche Leiter Frank Gareis. "Für namentlich mit erforderlicher Schuhgröße benannte Flüchtlinge wurden nun von der BFV-Sozialstiftung nagelneue Fußballschuhe zugeschickt", freute sich Gareis.

Nachdem sich die Kronacher schon sehr frühzeitig bei den Flüchtlingen einbrachten kam nun auch eine finanzielle Unterstützung der Egidius-Braun-Stiftung zu den geleisteten Ausgaben für im Trainingsbetrieb integrierten Flüchtlinge.

Es sei natürlich auch das ureigenste Interesse eines Sportvereins, die jungen Fußballer in den Spielbetrieb zu integrieren. "Sie sollen Spaß haben, sie trainieren auch voller Freude mit den jeweiligen Mannschaften", erklärte Gareis. Es seien auch Jugendliche im Alter der A- und B-Junioren dabei. Der FC Kronach bemühe sich natürlich auch um Spielerpässe, damit die fußballbegeisterten jungen Flüchtlinge auch voll am Spielbetrieb teilnehmen können. Der BFV habe seine Anforderungen sehr entgegenkommend weit zurückgefahren und benötige wenigstens eine Duldungserlaubnis und irgendein persönliches Ausweisdokument oder eine Bestätigung des Landratsamtes. Die Identität der Person müsse nachvollzogen werden können. Nachdem kaum ein Flüchtling ein Ausweisdokument bei sich habe, sei dies schwierig. Zudem sei auch nach einem Vierteljahr noch keine Duldungserlaubnis da. Über die Fifa werde noch eine Freigabeerlaubnis beim Heimatland beantragt. Wenn hier nach 30 Tagen keine Antwort kommt sei hier die Freigabe automatisch da. "Bei uns scheitert es derzeit daran, dass wir keine Identitätsbescheinigung der Jungs haben", meinte Gareis.

13 junge Flüchtlinge seien im regelmäßigen Trainingsbetrieb, von denen vier Volljährig sind. Bei den Minderjährigen sei noch die Zustimmung ihres Betreuers erforderlich, den diese bei ihrer Einreise in Deutschland als Vormund bekommen haben. Weil diese meistens über Passau eingereist seien sitze dieser dann auch in Passau. "Der muss auch noch unterschreiben."

Letztlich zeigt sich, dass die "Weltsprache Fußball" überall verständlich ist und enorm über alle Grenzen hinweg verbindet. FCK-Vorsitzender Franz Bauer freute sich über die Unterstützung durch Fußballverband und Stiftung, besonders auch für den Einsatz im eigenen Verein für die fußballbegeisterten Flüchtlinge.

Nagelneue Fußballschuhe der BFV-Sozialstiftung für Flüchtlinge und 500 Euro der der DFB-Stiftung "Egidius Braun" zur Unterstützung der Ausgaben für Flüchtlingsarbeit überreichte (von links) Kreisspielleiter Egon Grünbeck an den Vorsitzenden des FC Kronach Franz Bauer, sportlichen Leiter Frank Gareis, 2. Vorsitzenden Stefan Lach und geschäftsführenden Vorsitzenden Klaus Uwira.

(Text/Foto: Rainer Glissnik)