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BFV-Sozialstiftung fördert Integration beim FC Rinchnach

Kreisvorsitzender Harald Haase überreichte neue adidas-Fußballschuhe an die Flüchtlinge des FC Rinchnach in Niederbayern.

Rinchnach. "Es hat gefruchtet", freuen sich die Verantwortlichen des FC Rinchnach zusammen mit dem Kreisvorsitzenden des Fußballkreises Bayerwald Harald Haase.

Bereits im August hatte Christine Haas, die Vorsitzende der Frauenunion im Kreis Regen zusammen mit Tanja Dey, der pädagogischen Leiterin der Flüchtlingsgruppe der Bayerwald-Akademie ein Fußball-Freundschaftsspiel mit den A-Junioren des FC Rinchnach organisiert. Die Bayerwald-Akademie beheimatet minderjährige, unbegleitete Flüchtlinge im Alter von 16 bis 18 Jahren. "Der Fußball ist eine ihrer Leidenschaften, das hat uns dazu bewogen, ein Freundschaftsspiel ins Leben zu rufen", so Christine Haas rückblickend.

In den vergangenen vier Monaten ist daraus weit mehr entstanden. Vier der aus Syrien stammenden Jugendlichen, haben sich dem FC Rinchnach angeschlossen. "Sie trainieren seit dem Sommer regelmäßig bei unseren A-Junioren mit und sind eine absolute Bereicherung für mein Team, sowohl menschlich als auch sportlich", weiß Coach Christian Raith. "Die Jungs können es kaum erwarten, am offiziellen Spielbetrieb teilzunehmen. In der Rückrunde ist es endlich soweit, dann sind sie spielberechtigt", so Raith weiter.

Noch zu Saisonbeginn hatte der FC Probleme mit seiner A-Jugend. Fraglich war es, ob aufgrund des dünnen Kaders der Spielbetrieb aufrecht erhalten werden kann. "Das war ein absoluter Glücksfall", ist FC-Vorsitzender Markus Kurz froh. "Die Jungs sind schon nach kurzer Zeit voll integriert und bei uns nicht mehr wegzudenken". Auch um einen Fahrservice haben sich die Rinchnacher um Christine Haas bemüht. Nicht selten steigt die Gattin des 2. Vorsitzenden Peter Haas selbst ins Auto und holt die Jungs zum Training, zu Spielen und zu Veranstaltungen nach Rinchnach.

Auch an die Zukunft ist gedacht. Die derzeit 16- bis 18-jährigen sollen den fließenden Übergang in die 2. und 1. Mannschaft schaffen, so der Wunsch der FC-Verantwortlichen. Das Engagement um die neuen Spieler des FC Rinchnach kostet dennoch Aufwand und Geld. Initiatorin Christine Haas hat diesbezüglich den Kreisvorsitzenden des Fußballkreises Bayerwald Harald Haase in Kenntnis gesetzt. Mit vereinten Kräften war es letztlich den beiden gelungen, finanzielle Unterstützung von Seiten des Deutschen Fußballverbands und ebenso vom Bayerischen Fußballverband zu erhalten.

Die Egidius Braun Stiftung des DFB unterstützt in Zusammenarbeit mit Aydan Özuguz, der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, sowie mit zusätzlicher Unterstützung der Nationalmannschaft und deren Initiative "Kinderträume" engagierte Fußballballvereine mit einem zweckgebundenen Geldbetrag in Höhe vom 500 Euro.

Kürzlich konnte Kreisvorsitzender Harald Haase in kleiner Runde den Scheck offiziell an 'Anton Dannerbauer, Abteilungsleiter der Sparte Fußball des FC übergeben. "Wir werden damit unsere Jungs, die zwischenzeitlich in einer vom Marienheim betreuten Wohngemein- schaft im Stadtzentrum von Regen leben, mit dem erforderlich Trainingsmaterial unterstützen", so Dannerbauer.

Auch beim Bayerischen Fußballverband waren Christine Haas und Harald Haase mit ihren Anträgen erfolgreich. Die BFV-Sozialstiftung "1.000 Paar Fußballschuhe für eine sportliche Zukunft" hat sich zum Ziel gesetzt, Flüchtlinge ins Vereinsleben bayerischen Fußballvereine zu integrieren. 139 Vereine in Bayern konnten davon profitieren. "Im Fußballkreis Bayerwald neben dem SV Zenting und dem TSV Spiegelau eben nun auch der FC Rinchnach", so Haase zufrieden.

Für die vier Neu-FC´ler gab´s Fußballschuhe in der passenden Größe. Mit großer Freude konnte Kreisvorsitzender Haase die Schuhe an die neuen Besitzer übergeben. Auch hatte der BFV-Funktionär noch ein kleines persönliches Weihnachtsgeschenk in der Tasche. Haase überreichte einen hochwertigen Fußball an die vier Jugendlichen.

Die FC-Vorsitzenden Markus Kurz und Peter Haas dankten zum Abschluss in besonderer Weise Christine Haas für ihr ehrenamtliches Engagement. Ebenso gab es lobende Worte für den Kreisvorsitzenden Harald Haase, der sich bei den Fördermittelgebern stark gemacht hat. "Integration kann am besten durch Sport und Freizeit erfolgen, die vier Jungs sind das absolute Positivbeispiel dafür", so Haase abschließend.

(Text/Bild: egs)