Anlässlich seines 85-jährigen Vereinsjubiläums organisierte der SV Steinfeld ein Einlagespiel zweier Mannschaften der Blindenfußball-Bundesliga. Die BFV-Sozialstiftung unterstützte dieses Vorhaben mit 500 Euro.
400 Zuschauer kamen nach Steinfeld zur Begegnung SG 1860 München/VSV Würzburg gegen ISC Viktoria Dortmund-Kirchderne - darunter auch zahlreiche Fußballinteressierte, welche zum ersten Mal eine solche Partie live erlebten.
Schon die Ausrüstung ist besonders: Alle Feldspieler tragen spezielle Augenpads und Augenbinden, um Chancengleichheit zwischen vollständig erblindeten und stark sehbehinderten Kickern zu gewährleisten. Nur der Torwart ist nicht sehbehindert, darf aber seinen kleinen Torraum nicht verlassen. Die Spieler orientieren sich auf dem 40 mal 20 Meter großen Feld anhand des rasselnden Geräuschs des Balls, in dem Metallplättchen und kleine Kügelchen eingearbeitet sind.
Die Zuschauer auf dem Steinfelder Sportgelände waren gleichzeitig erstaunt und angetan, wie geschickt die Bundesligaspieler den Ball führten, diesen über ihr Gehör lokalisierten und Pässe ihrer Teamkollegen an- und mitnahmen. Dementsprechend zollten sie den beiden Teams in den Spielpausen und nach der Begegnung großen Respekt und Beifall. Auch für die Mannschaften war die Kulisse und die Stimmung nicht alltäglich und eine besondere Anerkennung, wie die Spieler im Nachgang betonten.
Den Scheck der BFV-Sozialstiftung über 500 Euro als finanzielle Unterstützung für die Organisation der Partie überreichte der Würzburger Kreisvorsitzende/Kreisspielleiter (KV/KSL) Marco Göbet an Jürgen Gehrling, Vereinsvorsitzender des SV, sowie Arnold Scheiner, Jugendleiter des SV Steinfeld.
(Foto: Martin Loschert, SV Steinfeld)