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Gelebte Verantwortung beim VfB Forstinning

Bernhard Slawinski übergibt 7 Paar Fußballschuhe an die fußballspielenden Flüchtlinge des VfB Forstinning.

Schon immer ist Forstinnings Altbürgermeister Arnold Schmidt ein Mann, der vorausschauend denkt. Die Schaffung und Gestaltung des Sportparks in Forstinning ist nur ein Beispiel dafür, wie wichtig ihm das gemeinsame Miteinander in seiner Gemeinde ist.

Ein gemeinsames Miteinander ist auch dann gefragt, wenn es um Herausforderungen geht, die nicht planbar sind. Als 1. Vorsitzender des VFB Forstinning sieht er sich weiterhin in der sozialen Verantwortung für seinen Verein, für seine Gemeinde und für sein Umfeld. Genau deshalb ist es vermutlich selbstverständlich, dass man beim VFB Forstinning über einen großen ehrenamtlichen Kreis zurückgreifen kann, der über die Ortsgrenzen hinaus zeigt, wie wichtig es ist, sich für andere Menschen zu engagieren.

Insbesondere in den letzten Monaten hat sich wieder einmal gezeigt, dass im Fußball großartige Leistungen zur Integration erbracht werden. An Vereinen, wie dem VFB Forstinning, kann man sehen, wie man sich um diese Möglichkeiten bemüht.

Als im Nachbarort Markt Schwaben nun über 200 asylsuchende  Mitmenschen untergebracht wurden, nahm Ingrid Gessner, die das Amt der 2. Vorsitzenden des VFB Forstinning ausübt, sofort Kontakt zum Markt Schwabener Helferkreis auf und bot ihre Unterstützung an. Unterstützt von Arnold Schmidt baute sie innerhalb kürzester Zeit  die nötige Logistik auf und ein Fahrdienst zwischen Forstinning und Markt Schwaben wurde organisiert. Forstinnings Vorstand fand besonders lobende Worte für Werner Ernstraßer, der „Tag und Nacht für den Verein im Einsatz ist und nebenbei noch den Trainingsbetrieb der 2. Mannschaft leitet, an dem die neuen Vereinsmitglieder hauptsächlich teilnehmen.

Schon wenige Tage später nahmen 8 junge Männer am Trainingsbetrieb teil, die noch wenige Wochen vorher in ihrem eigenen Land um ihr Leben fürchten mussten und eine gefährliche, abenteuerliche Flucht durch die halbe Weltkugel hinter sich gebracht haben.

Um Fußballvereine, wie den VFB Forstinning, in ihrem Bemühungen zu unterstützen, hat die BFV Sozialstiftung das Projekt "1000 Paar Fußballschuhe für eine sportliche Zukunft" ins Leben gerufen. Die BFV Sozialstifung hat es sich zur Aufgabe gemacht, alle am Leben der bayerischen Fußballfamilie beteiligten Menschen zu unterstützen, wenn sie in Notsituationen geraten. Aus diesem Grund besuchte Münchens Kreisvorsitzender, Bernhard Slawinski, den Verein und durfte sich über einen großartigen Empfang freuen.

Neben Ingrid Gessner, Arnold Schmidt und Werner Ernstraßer vom VFB Forstinning reisten der 3. Bürgermeister von Markt Schwaben, Joachim Weikel,  sowie der stellvertretende Kreisvorsitzende des BLSV, Andreas Hitzlsperger, mit an und durften dabei sein, als glückliche Menschen mit strahlenden Gesichtern, ihre neuen Fußballschuhe entgegennehmen konnten. Um pünktlich mit ihren Forstinninger Mannschaftskameraden mittrainieren zu können, war dann Eile gefragt und schnell starteten die jungen Männer, mit ihren neuen Schuhen in Richtung Umkleidekabinen. Während der Trainings- und Spielbetrieb an vielen anderen Orten schon witterungsbedingt ruhen muss, kann man auf dem Forstinninger Kunstrasen noch immer Fußballspielen. 

Kurz vor Ende des Trainings wird es dann noch einmal Laut, als die Verlierer des Trainingsspiels bayerische Weihnachtslieder singen müssen. Einige, etwas fremdklingende Wörter mischen sich in das bayerische Liedgut, bis man gemeinsam zu Lachen beginnt. Fußball ist eben mehr, als ein 1:0, …

(Text/Bild: Bernhard Slawinski)